Business News

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20
Jan

Das Bewegte Seestadtforum: Videoprojekt rund um die Seestadt

Über die Seestadt gibt es so einiges zu wissen. Manches kennen Sie vielleicht bereits, anderes wird Ihnen neu sein. Das Bewegte Seestadtforum bietet Unterhaltung und Wissen rund um die Seestadt.

Orientierungshilfe und (Willkommens-)Angebot

Das Bewegte Seestadtforum ist in erster Linie ein Videoprojekt. Es verfolgt das Ziel, (neuen) Nachbar*innen und Seestadt-Interessierten in kompakter Weise einen guten Überblick über den Stadtteil – seine Hintergründe und Angebote – zu liefern. Zu diesem Zweck sind in den vergangenen Monaten einige Videos zu unterschiedlichen Themen entstanden.

Welche Videos gibt es bereits?

  • Die Seestadt (Konzept, Besonderheiten, Entwicklungspartner*innen) 
  • Mobilität (Mobilitätskonzept, Mobilitätsangebote, etc.)
  • Parks, Freiflächen und Nachhaltigkeit (Freiraumangebote und ihre Charakteristika)
  • Stadtteilmanagement Seestadt aspern (Aufgaben und Tätigkeitsbereiche)
  • Einmelden (Anliegen für Grätzlpolizist, Sag´s Wien-App bzw. das Gartentelefon)
  • WIENXTRA-Stadtbox (Vorstellung)
Weitere Videos werden im Laufe der kommenden Monate entstehen.

Wie es funktioniert?

Alle Videos finden sich auf der Grafik Bewegtes Seestadtforum wieder. Neben den Videos, gibt es auch noch Hinweise und Verlinkungen zu weiteren Stadtteilressourcen wie dem Seestadt-Kalender – folgen Sie den QR-Codes. Die Grafik steht auf dieser Seite rechts zum Download bereit.

Wir wünschen ein spannendes Erkunden!
 
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19
Jan

Unternehmen des Monats: Craftline

Josip Pavić hat die Seestadt nicht nur zu seinem Wohn-, sondern auch zu seinem Arbeitsplatz auserkoren – mit Stolz. Er leitet das Werbetechnik-Unternehmen Craftline Grafik- und Druckwerkstatt. Mit seinem Team und einer Menge Berufserfahrung steht er für grafische Gestaltung, Werbemittel, Leuchtwerbung, Beschriftung oder Montage einfacher Schilder zur Verfügung, mit Begeisterung und Handschlag-Qualität.

Was bieten Sie Ihren Kund*innen?

Mein Unternehmen Craftline Grafik- und Druckwerkstatt macht Beschriftungen, Großformat-Druck (Banner, Mesh, Folien, u.v.m.), Folienplott, Textilbeschriftung, Textildruck (Beachflag, Stoffbanner, u.v.m.), Schilder, Leuchtwerbung,… Also alles, was mit Werbetechnik zu tun hat. 

Was ist das Besondere an Ihrem Angebot?

Die Qualität, die Liebe zum Detail. Wenn ich einen Auftrag zusage, dann wird er auch fristgerecht und mit Hingabe umgesetzt! Denn die Werbetechnik ist meine Berufung und ich stehe zu meinem Wort. 

Warum haben Sie die Seestadt als Unternehmensstandort ausgewählt?

Ich wohne selbst in der Seestadt und wollte unbedingt auch ein Teil der Business-Community werden. Die Seestadt hat in jeder Hinsicht ein großes Potenzial und ich schätze und teile die Einstellung der Seestädter*innen zur lokalen Zusammenarbeit. 
P.S.: Ich bin stolz, ein Seestädter zu sein ;-)

Was würden Sie anderen Unternehmen über die Seestadt erzählen?

Liebe Unternehmer*innen, die Seestadt ist in jeder Hinsicht SUPER!

Kontaktdaten:

Craftline Grafik- und Druckwerkstatt 
Josip Pavic
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Gesundheitsexpertin Beate Wimmer-Puchinger
03
Jan

Die Fitmacherin

Diesen und weitere spannende Artikel lesen Sie online in der aktuellen Ausgabe des Magazins workflow.


Gesundheitsexpertin Beate Wimmer-Puchinger macht Lust auf Bewegung, Achtsamkeit und Gesundheit. Auf einem Spaziergang durch die Seestadt zeigt sie uns Ideen, Initiativen und Plätze, die fit und gesund halten.

Von Theresa Steininger

Wer mit Beate Wimmer-Puchinger durch die Seestadt spaziert, möchte am liebsten sofort zu sporteln beginnen. Etwa, wenn die Public-Health-Expertin und Initiatorin der Plattform gemeinsam gesund – das gesundheitsnetzwerk der seestadt auf die neu gebauten Sportplätze im Elinor-Ostrom-Park hinweist, wo gerade zwei Jugendliche Basketball spielen. Selbst schlechtes Wetter konnte dem Spaß der Buben dort keinen Strich durch die Rechnung machen, sind sie doch durch die U-Bahn-Trasse über ihnen vor Regen geschützt. Oder wenn Wimmer-Puchinger an den zahlreichen Freiluft-Turngeräten vorbeikommt, an denen man gezieltes Training betreiben oder auch einfach zwischendurch ein paar Beinpressen ausprobieren kann. Erst recht kommt man auf den Geschmack, sich wieder ordentlich zu bewegen, wenn die Psychologin und Frauen-Gesundheitsspezialistin durch die Janis-Joplin-Promenade geht, wo das Projekt „Stiegenfit“ startete. Und man bekommt Lust, mal wieder ganz auf den eigenen Körper zu hören, wenn sie von Achtsamkeitsschulung sowie von vernetzter Betreuung durch Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter und viele mehr erzählt.

Die Menschen fragen. Aber der Reihe nach: Vor rund vier Jahren war Wimmer-Puchinger, die eigentlich am anderen Ende Wiens daheim ist, aber sichtlich einen Narren an der Seestadt gefressen hat, mit Gerhard Schuster, dem CEO der Seestädter Entwicklungsgesellschaft Wien 3420 aspern Development AG, darüber ins Gespräch gekommen, was einem neuen Stadtteil wie der Seestadt guttun könnte. Hat sie doch als ehemalige Frauengesundheitsbeauftragte der Stadt Wien und als Psychologin vielfältige Erfahrungen dazu. Im ersten Schritt stapften im eisigen Winter 2017/18 Studierende durch die Seestadt, um die Bewohner und die Stakeholder über den Gesundheitsstatus der Bevölkerung zu befragen. Auf Basis der Ergebnisse kreierte man dann zahlreiche Maßnahmen – alle mit einem gemeinsamen Ziel, wie Wimmer-Puchinger erklärt: „Dass die Seestädterinnen besser Bescheid wissen, was sie für ihre Gesundheit tun können – und sich auch mehr darum kümmern.“

Kompetenzen vereinen. Vernetzung spiele dabei eine große Rolle, sagt Wimmer-Puchinger, als sie gerade an der ergopraxisaspern in der Maria-Tusch-Straße vorbeikommt. Ihr großes Anliegen ist es, die Gesundheitsdienstleister der Seestadt untereinander zu vernetzen, damit sie noch enger zusammenarbeiten: „Wenn ein Patient Diabetes hat, soll er nicht nur wegen Adipositas behandelt werden, sondern auch ein Bewegungs- und Ernährungsprogramm zusammengestellt bekommen. Es geht uns darum, dass Mediziner, Yogatrainer, Physio- und Psychotherapeuten, Ergotherapeuten und viele mehr ganzheitlich denken und kooperieren.“ Dazu hat man ein „Gesundheitslabor“ ins Leben gerufen, das Impulse für mehr Austausch geben möchte: „Das brauchte anfangs Zeit, aber wir merken, dass hier schon viel Vertrauen zueinander gefasst wurde.“ Außerdem biete man allen, die in der Seestadt im Gesundheitsbereich arbeiten, von Therapeutinnen über Sprechstundenhilfen bis zu Ärztinnen, „spezielle Kommunikationstrainings an.“

Die ergopraxisaspern ist für Wimmer-Puchinger ein Paradebeispiel dafür, wie man niederschwellig aktiv wird: Im Hannah-Arendt-Park wurden und werden „Hofspiele“ organisiert, die mit einfachem Material dazu einladen, in die Welt des Spielens einzutauchen – und die von Ergotherapeutinnen kostenfrei betreut werden. „Schon der erste Termin wurde ideal angenommen, wir freuen uns auf die nächsten Male“, so Wimmer-Puchinger.
Generell legt man viel Wert darauf, vor allem auch Kindern Bewegung und Gesundheitskompetenz näherzubringen. „Anteilsmäßig ist die Seestadt der kinderreichste Stadtteil Wiens, da ist es uns ein besonderes Anliegen, sie fit und gesund zu halten.“ Und dabei zählen für Wimmer-Puchinger nicht nur die vielen kreativ gestalteten Spielplätze, die die Seestadt zu bieten hat und auf denen sich die Kinder und Jugendlichen auf Trampolinen, Skaterampen und Spielgeräten austoben. Gerade kommen wir am „Leuchtturm“ vorbei, dem Mehrgenerationen-Wohnprojekt in der Barbara-Prammer-Allee. „Hier entsteht ein Kindergesundheitskompetenzzentrum, in dem sich zwei sehr engagierte Kinderärztinnen mit anderen Berufsgruppen verbinden möchten, um Kindergesundheit ganzheitlich zu betrachten. Hier wird alles Thema sein, was Kindergesundheit ausmacht – es wird einmalig“, sagt Wimmer-Puchinger und ihre Augen leuchten. Was sie gleich zu einem weiteren Projekt führt, das ihr am Herzen liegt: Ein Primärversorgungszentrum direkt in der Seestadt ist ihr Wunsch für die nächste Zukunft. „Wir möchten hier ein Zentrum entwickeln, das verschiedenste Gesundheitsberufe unter einem Dach vereint und wo die allerneuesten Erkenntnisse umgesetzt werden. Der Schwerpunkt ist: Miteinander statt nebeneinander! Wir haben hier schon die Fühler ausgestreckt und Zugänge zu den Finanzierungstöpfen sind vorbereitet.“

Buddies finden. Aber nicht nur an einem Vernetzen der Gesundheitsdienstleister, sondern auch innerhalb der Nachbarschaft, ist Wimmer-Puchinger gelegen: Hat man doch in einem so kinderreichen Stadtteil den großen Bedarf bei Müttern und Vätern eruiert, sich auch einmal in Sachen Betreuung des Nachwuchses helfen zu lassen. Daher ist man nun auf der Suche nach „Buddies“, die die lieben Kleinen übernehmen, wenn Mama oder Papa arbeiten, sporteln wollen oder eine Auszeit brauchen: „Die Idee ist, dass in der Seestadt, die heute schon die Größe einer Kleinstadt hat, jemand von um die Ecke rasch kommen kann, wenn er oder sie spontan für die Kinder gebraucht wird.“

Von klein auf bewegen. Apropos Kinder und Eltern: „Für sie hat der Turnverein das Projekt ‚Turngarten‘ initiiert, mit dem die Trainerinnen Sport mitten in den Alltag hineintragen wollen und gemeinsames Bewegen von Familien anregen – direkt vor der Haustür. Es ist einfach toll, wenn du dich hier überall bewegen kannst. Die ganze Seestadt fordert dich ja förmlich auf, aktiv zu werden. Es gibt inzwischen auch schon ein Angebot für die Generation 60+“, berichtet Wimmer-Puchinger über eine Initiative der Wiener Gesundheitsförderung GmbH, während eine Gruppe Nordic Walker an uns vorbeigeht.
Groß war die Resonanz im letzten Coronawinter, als das Projekt „Stiegenfit“ in Kooperation mit dem Turnverein erfunden wurde, weil während der Lockdowns die Fitnessmöglichkeiten beschränkt waren: Hier erklärte man kurzerhand Stiegenhäuser mehrerer Gebäude in der Seestadt zum „Fitnesscenter“. Plakate und Youtube-Videos regten dazu an, mit einer Luftschnur Seil zu springen, Hampelmänner, Wechselsprünge, aber auch Dehnungs- und Yogaübungen im Stiegenhaus zu machen: „In den Stiegenhäusern, die zum Sportplatz auf Zeit wurden, gibt es genug Platz, viel Luftvolumen und gute Luftfilter – das war eine sichere und besondere Art Sport zu machen und wurde großartig angenommen.“
Abgesehen vom Turnverein ist die Volkshochschule Seestadt ein wichtiger Partner für die Anliegen, die sich ja nicht nur auf körperliche, sondern auch auf mentale Gesundheit beziehen. Ob es nun um Vorträge zu digitaler Kompetenz oder zum Thema Impfen geht, Interessierte bekommen hier Informationen. Ein „Frauenabend“ zum Austausch wird beispielsweise in der VHS organisiert. „Die Seestadt ist ja deklarierte Frauenstadt, wo sonst sind alle Straßen nach Frauen benannt? Gerade hier wollen wir auf die weibliche Hälfte der Bevölkerung besonders schauen.“ Und auch in ihrer neuen Lieblingsbuchhandlung, wie Wimmer-Puchinger sie beschreibt, den Seeseiten auf der Janis-Joplin-Promenade, gab es einen Abend zum Thema Brustkrebsvorsorge. „Es ist genial, wenn man sogar in der Buchhandlung Gesundheit generieren kann – und es passt wieder zu unserem Konzept, Gesundheitsinformationen nah an den Alltag der Menschen zu bringen.“

Initiativen für die Nachbarschaft. Das möchte man demnächst auch wieder bei einem Angebot für Familien machen: So wie man im Sommer bei einem Family Picknick im Hannah-Arendt-Park über die Angebote von gemeinsam gesund speziell für Familien informiert hat, will man nun bei der von Seestädter Gewerbetreibenden und Vereinen organisierten Aktion „Lebender Adventkalender“ einen Einblick in Initiativen für Kinder geben. „Uns liegen Angebote next door am Herzen. Das Tolle ist, dass die Menschen hier gut erreichbar sind, weil hier Vernetzung – zum Beispiel über das Stadtteilmanagement – immer schon großgeschrieben wurde. Wobei wir ja hoffen, dass unsere Initiativen auch die Nachbarschaft erreichen. Die große Chance bei einem so innovativen Stadtteil ist, dass man vieles von Anfang an einbetten kann.“ Spricht's und freut sich über zwei Kinder, die an Turngeräten gerade mit aller Kraft versuchen, ein Gewicht mit den Armen herunterzuziehen. „Es ist schön zu sehen, dass so vieles, was wir hier initiiert haben, auf fruchtbaren Boden fällt.“

Zur Person


Beate Wimmer-Puchinger ist Präsidentin des Bundesverbands Österreichischer Psychologinnen, baute die Frauengesundheitszentren F.E.M./F.E.M.Süd auf, war Frauengesundheitsbeauftragte der Stadt Wien und leitete den Aktionsplan Frauengesundheit des BMGF/Bereich „Frauen im Erwerbsalter“.

Infos und nächste Termine: https://gemeinsam-gesund-seestadt.at/


Gesundheitskonferenz „Frauen.Macht.Gesundheit“


Am 25. Jänner 2022 findet außerdem die 4. Gesundheitskonferenz „Frauen.Macht.Gesundheit“ von gemeinsam gesund – dem gesundheitsnetzwerk seestadt statt. Der kostenlose Online-Kongress richtet sich an all jene, die sich beruflich mit Frauengesundheit, Public Health und Primärversorgung beschäftigen.

Infos zu Tickets: bit.ly/gesundheitskonferenz_tickets
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Frau mit Maske zeigt mit den Fingern das Ok-Zeichen.
17
Dez

25. Jänner 2022: 4. Seestädter Gesundheitskonferenz Frau.Macht.Gesundheit

gemeinsam gesund - das gesundheitsnetzwerk der seestadt freut sich, Sie zur bereits 4. Ausgabe der Seestädter Gesundheitskonferenz einzuladen. Dieses Mal steht Frauengesundheit im Fokus.

Zu diesem Event

Frau.Macht.Gesundheit.

Welche Rolle kann Frauengesundheit in der Primärversorgung spielen? Spielt sie überhaupt eine Rolle?

Wie kann Frauengesundheit im Setting eines Stadtteils gefördert werden?


Diesen Fragen wollen wir bei der 4. Seestädter Gesundheitskonferenz nachgehen.
Hierfür haben wir internationale und nationale ExpertInnen aus verschiedenen Arbeitsfeldern eingeladen.

Wir freuen uns, einige unserer tollen Speaker anzukündigen:
  • Prof.in DI Katja Schechtner (OECD, MIT Media Lab)
  • Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Oertelt-Prigione (Universität Bielefeld)
  • Univ.-Prof.in Dr.in Theda Borde (Alice Salomon Hochschule Berlin)
  • Univ.-Prof.in Dr.in Stefanie Auer (Donau-Universität-Krems)
  • DI Dr. Stefan Gara (Abgeordneter des Wiener Landtags, Sprecher für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz, Gesundheit und Digitalisierung der NEOS)
  • Mag.a Maria Rösslhumer (Verein Autonomer Österreichischer Frauenhäuser)
  • Mag.a Maria Bernhart (Frauengesundheitszentrum FEM)
  • . . . u.v.m.

Zudem sind wir geehrt, dass Stadträtin Kathrin Gaál die Konferenz eröffnen und Generalsekrätin Dr.in Ines Stilling den Eröffnungsvortrag halten wird.

Melden Sie sich jetzt gleich an!

https://www.eventbrite.de/e/4-seestadter-gesundheitskonferenz-tickets-211115601447


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Porträtbild von Gernot Wagner
08
Dez

Das Ideal der kurzen Wege

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Was bedeutet ressourcenschonendes Stadtleben? Ein Gespräch mit Gernot Wagner, Klimaökonom und Buchautor („Stadt Land Klima“), über die Probleme von Zersiedelung und Bodenversiegelung sowie über die positive Vision einer zeitgemäßen Stadtentwicklung.

Von Christian Lenoble

Was darf man sich im Idealfall unter einem innovativen, kompakten und ressourcenschonenden Stadtleben vorstellen – und was sicher nicht?

Gernot Wagner: Beides ist relativ einfach mit dem Grundsatz der kurzen Wege zu erklären. Nennen wir es die 15-Minuten-Stadt. Sprich, ich sollte alles, was für mein Arbeits- und Sozialleben wichtig ist, innerhalb von 15 Minuten erreichen können – natürlich ohne Auto. Wohnung und Arbeitsplatz in unmittelbarer Nähe, wenige Gehminuten zu Supermarkt, Geschäften, Apotheke, Kindergarten oder Lokalen, um Freunde zu treffen. Das ist nicht nur angenehm, sondern auch ökologisch sinnvoll.

Die Gegenthese dazu ist der Vorort, von dem so viele träumen, also das Einfamilienhaus im „Grünen“ und der Pendlerverkehr zum innerurbanen Arbeitsplatz. Das ist in vielerlei Hinsicht kein guter Trend. Menschen isolieren sich in ihren Häusern mangels bequemen, leicht erreichbaren Gemeinschaftsorten und lange (Auto-)Wege zur Arbeit oder zum Einkaufen kosten Geld und Zeit und belasten das Klima. Das ist kein zeitgemäßes Konzept für ein gutes, nachhaltiges Leben. Und da sprechen wir noch gar nicht von der Bodenversiegelung.

Sprechen wir von der Bodenversiegelung. In Österreich werden täglich 13 Hektar Boden verbaut. Was läuft falsch?

Es ist unfassbar, dass in Österreich alle zehn Jahre eine Fläche von der Größe Wiens verbaut wird. Die Versiegelung muss irgendwann aufhören, weil sie die Umwelt belastet und Lebensraum zerstört. Symptomatisch sind Einfamilienhaussiedlungen, die aus dem Boden gestampft werden, und das nicht selten mitten in der Pampa. Gemeinden fransen in die Landschaft aus und Straßen werden zur Anbindung gebaut. Die entscheidenden Faktoren dafür sind Reichtum und Dichte: Während Reichtum Emissionen erhöht, werden diese durch dichtes Bauen verringert. Vororte profitieren meist von relativ hohem Reichtum und relativ geringer Dichte. Worst Case also. In Vororten sind die Emissionen pro Bewohner nicht zufällig doppelt so hoch wie in der Stadt oder am tatsächlichen Land.

Was ist die Wurzel des Übels?

Eine Reihe von Rahmenbedingungen und jene Interessensgruppen, die davon profitieren. Die Raumordnungs- und Flächenwidmungskompetenz ist hoheitliches Recht der Gemeinden. Solange es eine Kommunalsteuer gibt, die von den Gemeinden eingehoben wird, haben diese ein Wettbewerbsinteresse daran, um Betriebs- und Wohnansiedelungen zu buhlen. So kommt Geld in die Gemeindekasse – ein „gutes“ Motiv, um passende Widmungen zu erlassen und Flächen zu verbauen, die eigentlich geschützt sein sollten.

Ein anderes Grundübel ist die Reichsgaragenverordnung aus dem Jahr 1939 (!), in der eine Stellplatzpflicht für Automobile bei Neubauten vorgeschrieben wurde. Damals war das Ziel, im privaten Bereich den stark wachsenden Automobilverkehr zu fördern. Heute sollte man gegenteilige Ziele haben, nämlich die Reduktion des Autoverkehrs, der den Kreislauf der Zersiedelung und der Zerstörung öffentlicher Flächen ankurbelt. Ich nehme an, das scheitert am Druck der Autofahrer und ihrer Lobbys. 

Intelligente Mobilität und kurze Wege sind also die Kernthemen. Wie gefällt Ihnen diesbezüglich das Konzept der Seestadt?

Lassen Sie mich vorab ein Negativbeispiel in Sachen Mobilität bringen, Stichwort Tullnerfeld. Da wurde ein „gut gemeinter“ Bahnhof errichtet. Die Argumente für den Bahnhofbau waren, das Pendeln mit dem Zug zu ermöglichen. De facto ging es aber darum, die Gegend zu erschließen und Menschen den Hausbau zu ermöglich. Dass der Bahnhof weit weg von allem steht und von drei Parkhäusern umringt ist, zeigt das Absurde daran, weil es zu mehr Autofahrten, mehr CO2-Ausstoß und mehr Bodenversiegelung geführt hat.

In aspern Seestadt ist das zum Glück anders gelaufen. Hier wurde das Gebiet durch die U2 schon vorab erschlossen. Das ist natürlich ein Riesengewinn in Sachen Nachhaltigkeit, wenn man so den Autoverkehr reduziert. Innerhalb des Gebiets wurde planerisch das Konzept der kurzen Wege verfolgt, und zwar vorausschauend. Geschäfte und die gesamte Alltagsinfrastruktur waren seit Beginn da. Der Immobilienmakler musste nicht durch die Straße gehen und seiner Klientel sagen: „Da wird ein Kaffeehaus hinkommen und hier später einmal ein Supermarkt. Noch steht alles leider leer. Aber das wird super.“ Sondern er konnte sagen: „Schauen Sie, das ist meine Lieblingsbar, hier gibt’s die besten Pizzas und in diesem Kindergarten ist es wirklich schön sonnig.“ So lässt sich ein neues Wohn- und Lebensquartier natürlich wesentlich besser präsentieren.

Und darum geht es, um ein attraktives Stadtviertel mit kurzen Wegen zwischen Wohnen, Arbeit und Freizeit sowie einen gesunden Mix an vorhandener Infrastruktur statt leerstehender Geschäftsflächen. Damit kann die notwendige Dynamik hergestellt werden, die es braucht, um Menschen zu verleiten, hierher zu ziehen. Dazu kommen natürlich zertifizierte, gut isolierte Gebäude, ausreichend Grünflächen, Spielplätze usw. Das alles, sprich das Ideal eines modernen Stadtteils, scheinen sich die verantwortlichen Planer und Entwickler in aspern Seestadt gut überlegt und umgesetzt zu haben.

Sie sprechen von Dynamik. Und dennoch kommt immer wieder medial die Kritik auf, dass solche Stadtentwicklungsgebiete zumindest in den ersten Jahren etwas leblos wirken.

Das liegt in der Natur der neuen Sache. Man kann das Lebendige nicht vom ersten Tag an erfinden und neue Stadtquartiere nicht mit über Jahrzehnten organisch gewachsenen Vierteln vergleichen. Es braucht Zeit, bis sich Räume mit Leben füllen. Entscheidend ist vielmehr, ob die Planer und Entwickler überhaupt die Grundvoraussetzungen dafür angelegt haben, dass sich Lebendigkeit mit den Jahren entfalten kann. Es sollen die unterschiedlichsten Gruppen – Singles, kinderlose Paare, Jungfamilien, Pensionisten – ihre Präferenzen in einem gemeinsamen Raum erfüllen können. Dann gibt es die Chance, dass etwas wächst, das auch in 30 Jahren noch lebenswert ist. Mein Eindruck ist, dass in aspern Seestadt auch diese langfristige Vision berücksichtigt wurde.

 

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Blick auf die zukünftigen Seeterrassen und Rote Saite Nord im Norden der Seestadt
07
Dez

STEP by STEP: Wie die Seestadt zu einem pulsierenden Zentrum im Nordosten Wiens wird

Die städtebauliche Entwicklung im Norden zielt auf die Schaffung eines pulsierenden regionalen Zentrums im Nordosten Wiens ab. Besondere strategische Bedeutung hat hier die „Rote Saite Nord“ zwischen dem Zaha-Hadid-Platz an den „Seeterrassen“ und dem Bahnhof Aspern Nord. 

Als „Co-kreative Meile“ gedacht, wird sie nicht nur zum Einkaufen und Flanieren einladen, sondern bewusst kreative, kulturelle und nicht-kommerziell genutzte Freiräume schaffen. Auf Basis umfangreicher Studien von Klima- bis hin zu Place Making-Expert*innen entwickelte die Wien 3420 aspern Development AG mit den Wiener Planungsbüros StudioVlayStreeruwitz und Carla Lo Landschaftsarchitektur die städtebaulichen Leitbilder für die „Rote Saite Nord“ und die „Seeterrassen“.

Bei einem Expert*innen-Talk am 1. Dezember 2021 diskutierten Architektin Lina Streeruwitz, Wiens Stadtbaudirektor Thomas Madreiter, Placemaking-Expertin Karen Klessinger, Wien 3420-CEO Gerhard Schuster und Florian Reinwald von der BOKU Wien über die in den Leitbildern definierten Hebel in Sachen Architektur, öffentlicher Raum, Mobilität, Klima, Kultur, Retail und Gastro und die Ziele der Stadt Wien. Moderiert wurde der Talk von Peter Hinterkörner, Projektmanager Städtebau Wien 3420 AG. 

Zur Presseaussendung

Hier finden Sie den gesamten Talk zum Nachsehen: https://youtu.be/thB_kYOZmrk

Ein Kurzvideo zum Talk finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=pVPcuLItUbY

Die Handbücher "Rote Saite Nord" und "Seeterrassen" dienen als Grundlage für die weiteren Ausschreibungen und Detailplanungen der so wichtigen städtebaulichen Achse zwischen der U2-Station Aspern Nord und dem See. 

Hier finden Sie die Handbücher zum Download:

Handbuch Rote Saite Nord
Handbuch Seeterrassen
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Bildungscampus Aspern Seestadt
06
Dez

Bildungscampus in der Seestadt mit Europäischem Solarpreis ausgezeichnet

Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR hat den Bildungscampus Aspern Seestadt mit dem Europäischen Solarpreis 2021 in der Kategorie „Solararchitektur und Stadtplanung“ ausgezeichnet.

Ausschlaggebend für die Entscheidung der internationalen Jury war die Integration von Material, Effizienz und erneuerbaren Energien in einer Bildungseinrichtung, die Kinder inspiriert und an Nachhaltigkeit heranführt. Die Verleihung des Preises fand am 2. Dezember 2021 in Amsterdam statt.

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05
Dez

Keine Lust auf Kochen?

Genug gekocht während des Lockdowns? Dann bestellen Sie sich doch zur Abwechslung einmal etwas bei einem der zahlreichen Restaurants, Bars und Unternehmen in der Seestadt,. Diese haben auch während des Lockdowns viele Angebote für Sie parat. Falls Sie einen Überblick brauchen, was es in unserem Stadtteil alles gibt, haben wir hier einen Tipp für Sie:

Seestadt im Überblick

Mittlerweile sind bereits über 300 Unternehmen in der Seestadt angesiedelt, darunter auch zahlreiche Bar und Restaurants. Falls Sie auch im Lockdown gerne einmal etwas Neues entdecken möchten, werfen Sie doch einmal einen Blick in unseren Interaktiven Stadtteilplan. Hier finden Sie zahlreiche Informationen und Hinweise übersichtlich aufgearbeitet

Einfach die richtige Kategorie wählen oder ein Stichwort eingeben, durch den Stadtteilplan schmökern. Wenn Sie das richtige gefunden haben, gelangen Sie mit nur einem Klick auf die Website des Unternehmens  und können dort mehr über ihre Lockdown-Angebote herausfinden. 

Wir wünschen einen guten Appetit!

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Ansicht von Westen über den Seepark, im Hintergrund HoHo Wien, U-Bahn und der türkisblaue See.
02
Dez

Kommentar: "Dieses Land braucht die Seestadt, besser: viele Seestädte."

Diesen und weitere spannende Artikel lesen Sie online in der aktuellen Ausgabe des Magazins workflow – Moderne Arbeitswelten in der Seestadt.

 

Warum aspern Seestadt ein tauglicher Weg ist, dem Flächenfraß Einhalt zu gebieten.

Kommentar zur Nachhaltigkeit von Robert Lechner, Geschäftsführer Österreichisches Ökologie-Institut

In Österreich verbauen wir täglich 11,5 Hektar fürs Wohnen, Arbeiten, die damit zusammenhängende Infrastruktur und den ganzen Rest aus Freizeit, Spaß und anderen Annehmlichkeiten. Dieser Europameistertitel der besonderen Art macht den politisch Verantwortlichen − aufgrund der in dieser Sache weltweit berechtigt vorgebrachten Argumente von Greta Thunberg & Co − keinen Spaß mehr. Das zuletzt von der nationalen Politik verlautete Ziel für 2030 ist seit zwei Jahrzehnten gleich und unerreicht. Maximal 2,5 Hektar oder 25.000 Quadratmeter pro Tag können wir uns erlauben, mehr nicht. Der seit Jahren stabile tägliche Anteil Wiens am Flächenverbrauch Österreichs beträgt 0,2 Hektar oder acht Prozent des nationalen Zielwerts für 2030. Nur der Vollständigkeit halber: In Wien lebt und arbeitet mehr als ein Fünftel der Bevölkerung. In der Seestadt liegt der Anteil an diesen 0,2 Hektar Wiens bei statistischen 263 Quadratmetern pro Tag.

263 m² für den Klimaschutz


240 Hektar Bauland für rund 25.000 dort lebende Menschen und 20.000 Beschäftigte soll die „Seestadt der kurzen Wege“ am Ende ausmachen. Dieses „Ende“ wird vom Baubeginn im Jahr 2010 gerechnet auch dank der Einsprüche und Besetzungen jeglicher Art vielleicht erst in 25 Jahren erreicht sein − womit wir bei den statistischen 263 m² angelangt sind (Rechenhilfe: 240 ha / 25 Jahre / 365 Tage = 263 m²). Jedes durchschnittliche Einfamilienhaus in Österreich braucht viermal so viel Fläche. Rund 19.000 dieser Häuser wurden pro Jahr zuletzt in Österreich gebaut, im Schnitt mehr als 50 pro Tag. Die Seestadt ist umfassend effizient, benötigt deutlich weniger Ressourcen als andere Siedlungsformen. Sie ist seit Anbeginn auf Nachhaltigkeit getrimmt, wird mit strengen Anforderungen qualitätsgesichert. Womöglich gibt es ohne Berücksichtigung der Mobilität, der Bildungseinrichtungen, Arbeitsplätze und des ganzen Versorgungsrests energieautarke Wohnenklaven auf der grünen Wiese. Aber nirgendwo sonst wird auf so wenig benötigtem Raum alles bereitgestellt, was notwendig ist. Die U-Bahn gab es, lange bevor es irgendetwas anderes gab, Radwege, S-Bahn, Busse, demnächst mehrere Straßenbahnen.

Gemeinsam vorankommen


Mehr als 45.000 täglich bewegte Personen wird die Seestadt einmal ausmachen. Sobald alle Bildungseinrichtungen fertiggestellt sind, kommen wohl noch einige tausend Schüler und Studierende hinzu, ebenso wie Gäste oder Menschen aus der Umgebung, die zum Einkaufen kommen oder zum Arzt wollen. Wenn lediglich ein Fünftel der 45.000 mit dem Auto unterwegs wäre, dann machte das knapp 20.000 Fahrten pro Tag aus. Lieferverkehr für Geschäfte, Betriebe ist hier noch nicht berücksichtigt. Dafür wird es zusätzlich zum ÖV-Angebot auch die eine oder andere neue Straße brauchen. Denn die bereits vorhandenen Erschließungswege sind dicht belegt, die Bevölkerung in der Donaustadt hat sich gegenüber den 1990er-Jahren verdoppelt. Dieses Wachstum ist kein Selbstzweck, es verschafft Wien den dringend benötigten Entwicklungsraum. Wer Projekte wie die Seestadt verzögern oder gar stoppen will, erreicht vor allem eines: die Fortsetzung des Flächenfraßes mit all seinen negativen Begleiterscheinungen.
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30
Nov

Unternehmen des Monats: Langswitch e.U.

Botschaften, die gehört und verstanden werden? Das Unternehmen Langswitch e.U. steht für firme Sprachkenntnisse auf Spanisch, Deutsch und Englisch. Das Vermitteln zwischen Sprachen und Kulturen liegt der Inhaberin Gloria Diewald im Blut. Was ihr Unternehmen besonders macht und wodurch sich ihre Dienstleistung auszeichnet, hat sie uns in einem Interview erzählt.

Was bieten Sie Ihren Kund*innen?

Langswitch e.U. steht für professionelle Sprachdienste in der Seestadt. Als diplomierte und zertifizierte Dolmetscherin und Übersetzerin für Deutsch, Spanisch und Englisch biete ich meinen Kund*innen beglaubigte Übersetzungen ihrer fremdsprachigen Urkunden (Geburts-, Heiratsurkunden, Zeugnisse) an oder unterstütze sie sprachlich bei Behördenwegen oder internationalen Geschäften (Geschäftsanbahnung, Verkaufs- oder Mietverträge). Als Gerichtsdolmetscherin arbeite ich mitunter für österreichische Behörden (Polizei, Gerichte, MA 11) und leiste somit einen Beitrag zur Gewährleistung eines fairen Verfahrens für spanischsprachige Personen, gemäß der Europäischen Menschenrechtskonvention. Als Konferenzdolmetscherin trage ich zur Verständigung bei internationalen Messen oder Konferenzen bei und sitze dabei meist in der spanischen oder deutschen Kabine (Muttersprachen). Auch das Übersetzen von gewöhnlichen Werbetexten (z.B. Homepage) oder Fachtexten zählt zu meiner Expertise, wobei ich mich besonders über Rechts- oder Wirtschaftsthemen freue. Oft spreche ich für meine Kunden und übertrage ihre Botschaften in die gewünschte Sprache, um eine gelungene situationsbezogene Kommunikation zu etablieren. Gerne unterstütze ich auch bei der Auslegung kompliziert formulierter Rechts- oder Vertragstexte bzw. von Amtsschreiben und übersetze diese Inhalte in eine leicht verständliche Sprache.

Was ist das Besondere an Ihrem Angebot?

Neben meiner muttersprachlichen Kompetenz auf Deutsch und Spanisch weise ich als Unternehmensinhaberin und Geschäftsführerin von Langswitch e.U. einen hohen Grad an Einfühlungsvermögens und an Identifikation mit den Bedürfnissen oder Wünschen meiner Kund*innen auf. Jeder Kunde und jede Kundin ist einzigartig – daher nehme ich mir Zeit, um individuelle Bedürfnisse im Sinne einer möglichst raschen, präzisen und adäquaten Sprachdienstleistung abzustecken. Dabei ist mir ein empathischer Zugang in der Wirtschaftswelt wichtig, geleitet vom Grundsatz „die Kund*in ist König*in“.

Warum haben Sie die Seestadt als Unternehmensstandort ausgewählt?

Zum ersten Mal hörte ich im Rahmen meines Masterstudiums der Umwelttechnologien und Internationalen Beziehungen an der Technischen Universität Wien vom Bauprojekt Seestadt und war sofort vom hohen Innovationspotential, der Nachhaltigkeit und der angedachten Umwelttechnologien angetan. 2015 zog ich als Pionierin in die Seestadt und verlagerte somit meinen Lebensmittelpunkt hierher. Erst nach meiner letzten Anstellung bei der Siemens AG Österreich entschied ich mich dazu, mich als Gerichtsdolmetscherin zertifizieren zu lassen und in der Seestadt mein Ein-Personen-Unternehmen zu gründen. Der Standort zeichnet sich durch die vorhandene Infrastruktur und die gute Anbindung zum öffentlichen Verkehrsnetz (U2) aus. Dadurch besteht eine ausgezeichnete Anbindung nicht nur zur gesamten Stadt Wien, sondern auch zu benachbarten Bundesländern. Die Seestadt ist ein innovativer Stadtteil, indem ein reges Miteinander über die kulturellen Grenzen hinweg ausgelebt wird. Das macht ihn zu einem jungen, attraktiven und bunten Unternehmensstandort, der von der Vielfältigkeit seiner Nachbar*innen und Unternehmer*innen belebt wird und somit ressourcenschonendes Wachstum für alle ermöglicht!

Was würden Sie anderen Unternehmer*innen über die Seestadt erzählen?

Ich arbeite und lebe sehr gerne in der Seestadt und bereue es keine Sekunde, „so weit weg“ vom Schuss zu sein. Diese Distanz besteht in den Köpfen vieler; in der Praxis jedoch bin ich dankbar für meinen Job „im Grünen" und mein Leben wie „am Land“. Mit der Nähe zum Nationalpark Lobau, einer selbstbewirtschafteten Parzelle im benachbarten Gemeinschaftsgarten und dem „entmotorisierten“ Seestadt-Grätzel fällt es wesentlich leichter, eine authentische Work-Life Balance zu leben. Zeitgleich ist die bewegte Innenstadt Wiens in greifbarer Nähe, um jederzeit Kundentermine mit der U-Bahn wahrzunehmen und rund um die Uhr für meine Kund*innen einsatzbereit zu bleiben. Der Arbeits- und Lebensstandard ist in der Seestadt sehr hoch. Dadurch ist es möglich, ein energieeffizientes und umweltbewusstes Leben zu führen. Die Vereinbarkeit persönlicher und beruflicher Werte ermöglicht es mir somit, gesamtheitlich ein stimmiges und vor allem erfülltes Leben zu führen, welches verantwortungsbewusst gegenüber künftigen Generationen ist.

Kontaktdaten

Mag. Gloria Diewald, MSc
Mimi-Grossberg-Gasse 4/ Top 20
1220 Wien
Mobil: +43 660 5555 457
 
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29
Nov

Umfrage: Leistungsfähigkeit von Unternehmer*innen

Die Seestadt ist nicht nur Heimat vieler Kinder, sondern auch vieler Ein-Personen-Unternehmen und Kleinstbetriebe (in der Seestadt gibt es ca. 300 Unternehmen, davon sind in etwa 85% EPUs und Kleinstunternehmen). Die Erfahrung zeigt, dass diese Gruppe an Unternehmer*innen leider oft Ihre eigene Gesundheit vernachlässigen, weil dafür keine Zeit bleibt. Was sich in großen Unternehmen heutzutage durch die betriebliche Gesundheitsförderung etabliert hat, ist bei EPU und Kleinstbetrieben leider noch nicht angekommen.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Deswegen wollen wir – gemeinsam gesund – das gesundheitsnetzwerk der seestadt und das Stadtteilmanagement – mit dem Seestädter Gesundheitsbereich eine spezielle Angebotspalette für betriebliche Gesundheitsförderung für Unternehmer*innen entwickeln.

Denkwerkstatt „Work-Life-Balance“

Um diesen Dialog zu starten, fand am 22.09.2021 im kleinen Rahmen ein erster Planungs-Workshop statt: die Denkwerkstatt „Work-Life-Balance“. Diese Workshops sollen nun weiter ausgebaut werden und für jede/n offen sein, der/die Interesse hat, sich bei diesem Vorhaben einzubringen.
 
Als ersten Schritt wollen wir sowohl eine Erhebung bei Unternehmen als auch eine sehr kurze Erhebung bei allen Gesundheitsanbietern dahingehend machen, ob diese Interesse hätten, sich einzubringen. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie an der Umfrage teilnehmen. Diese dauert max. 5 Minuten. Die Angaben sind natürlich vertraulich, dienen nur statistischen Zwecken und sind unverbindlich.

Für Unternehmer*innen

Hier kommen Sie zum Umfragelink ür Unternehmer*innen in der Seestadt: 

Für Gesundheitsanbieter*innen

Daneben gibt es auch eine Umfrage für die Gesundheitsanbieter*innen der Seestadt (bitte nur einmal an der Umfrage teilnehmen): 
 
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Visualisierung eines modernen Gebäudes
17
Nov

Life Science Global Player Takeda entscheidet sich für den Standort aspern Seestadt

Mit dem Bau des „Labors der Zukunft“ investiert das biopharmazeutische Unternehmen Takeda einen dreistelligen Millionenbetrag in der Seestadt und in den Life Science-Standort Wien.

Die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Wien wird mit dem „Ja“ des globalen, biopharmazeutischen Unternehmens Takeda erneut bekräftigt. Das Life Sciences-Unternehmen Takeda investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in einen technisch und ökologisch optimierten Neubau für die biopharmazeutische Forschung und Entwicklung in der Seestadt. Das ist die größte Investition in Forschung und Entwicklung seitens des Unternehmens in Österreich, das seit knapp 70 Jahren am Standort tätig ist. Takeda ist mit 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der größte Pharma-Arbeitgeber Österreichs. Mit rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist der Großteil der Belegschaft in Wien beschäftigt.


Neuer Standort in der Seestadt ab 2025

Am neuen Standort in der Seestadt werden ab 2025 rund 250 Forscherinnen und Forscher tätig sein. Sie widmen sich der Entwicklung von modernen, biotechnologisch hergestellten Medikamenten und Gentherapien für unterschiedliche Krankheitsbilder in Bereichen wie der Onkologie, Neurowissenschaften, Hämatologie etc.


Erfolgsstory Gesundheitsmetropole Wien

„Es ist großartig, dass Takeda ein neues Forschungszentrum in der Seestadt errichtet und damit seine Kräfte hier in Wien bündelt. Diese erfreuliche Entwicklung zeigt: unser Wiener Technologie-Hotspot Seestadt ist hochgradig attraktiv für Unternehmen aus dem Forschungs- und Entwicklungsbereich. Dass ein seit Jahrzehnten in Wien tätiges Unternehmen wie Takeda auch in Zukunft auf unsere Stadt setzt, ist ein positives Signal für den gesamten Standort und trägt zur Erfolgsstory der Gesundheitsmetropole Wien bei“, betont Bürgermeister Dr. Michael Ludwig.


Neue Maßstäbe für innovative Forschungs- und Entwicklungsarbeit

Der europäische Standort der Takeda Pharmaceutical Sciences befindet sich in Wien und ist ein Bestandteil der globalen Forschungs- und Entwicklungsorganisation. Takeda unterstützt die innovativsten Forschungsansätze und entwickelt sie bis zur Marktreife. Gemeinsam mit hochinnovativen Stakeholdern und führenden Industriepartnern leistet das Team Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf Weltklasseniveau in den Therapiebereichen Neurologie, Gastroenterologie, Onkologie, Seltene Erkrankungen und Hämatologie. Der spezielle Fokus der Tätigkeiten liegt dabei auf biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln, sogenannten Biologika, und der Gentherapie. Dazu kommt ein großer Schwerpunkt hinsichtlich Digitalisierung der Forschungs- und Entwicklungsarbeit unterstützt durch innovative Technologien wie z.B. „Robotik“, „Augmented Reality", „künstliche Intelligenz“ und „Simulationen von Prozessen mittels digitaler Zwillinge“. Auch um diese Felder in der Wissenschaft voranzutreiben, wird das neue Gebäude in der Seestadt internationale Maßstäbe setzen.


Nachhaltige Investition in ein Green Building

Das Gebäude wird so geplant, dass es als Total Quality Building (TQB) zertifiziert werden kann. Das umfasst Ansprüche auf Barrierefreiheit und Komfort aber vor allem auch viele ökologische Gesichtspunkte – von einer ressourcensparenden Energieeffizienz und der Nutzung nachhaltiger Energiequellen bis zu Begrünungen und Gartenräumen, die im Stil des Takeda Gartens in Japan gestaltet werden. Dass das neue Gebäude ein Green Building wird, passt gut zur Seestadt und zu den Nachhaltigkeitszielen der Stadt Wien.
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